Das Überwinterungsbecken

Es steht im Keller. Die Wassertemperatur ist gleich der Lufttemperatur und beträgt 15 - 17°C.
Es ist ein altes Aquarium LBH 120x40x50cm. Beleuchtet wird mit einer 13W Leuchtstoffröhre 10h am Tag. Zum Filtern wird der bereits bekannte Blumenkastenfilter eingesetzt. Der Landteil besteht ebenfalls aus einem 40 cm langen Blumenkasten. Er gibt den Tieren die Möglichkeit sich an Land zu vergraben. Der Landteil ist leicht, über Steine und ein Stück Korkrinde, zu erreichen. Der Heizstab ist außerhalb des Wassers, da er zu diesem Zeitpunkt nicht benötigt wurde.

Der Blick von oben. Zum Verstecken wurden einige Steine und trockenes Laub hinein gegeben. Das Laub ist allerdings bei den Aufnahmen schon fast zerfallen. Der Boden besteht aus Rheinsand.

Zur Vorbereitung der Tiere wurde im Aquarium die Wassertemperatur auf Raumtemperatur abgesenkt und die Beleuchtungsdauer auf 10h pro Tag reduziert. Die beiden Weibchen stellten die Nahrungsaufnahme ein und reduzierten stark ihre Aktivität. Daraufhin wurden sie in das Überwinterungsbecken überführt. Das Männchen zeigte keine Reaktion auf die veränderten Bedingungen. Da es erst kürzlich von einer langen Krankheit genesen war, blieb es im Aquarium.
Beide Tiere bevorzugten die Überwinterung im Wasser. Nach etwa einer Wochen im Becken hatte jede Schildkröte ihren Platz gefunden. Diese Schildkröte klemmt unter zwei großen Steinen. Aus dieser Position kann sie nicht die Oberfläche erreichen. Anfänglich hatte ich die Befürchtung, dass sie nicht mehr in der Lage ist sich zu befreien. Dies ist nicht der Fall. Wenn man sie herausholt gräbt sie sich sofort wieder an gleicher Stelle ein. Vermutlich hat sie, trotz der relativ hohen Temperatur ihren Stoffwechsel reduziert, so dass die Hautatmung ausreicht. Moschusschildkörten kennen auch eine Trockenstarre im Sommer, wenn die Tümpel ausgetrocknet sind. Dazu graben sie sich ein und reduzieren ihren Stoffwechsel trotz sommerlicher Außentemperaturen. Warum sollten sie das nicht auch im Winter können?

Das andere Tier hat seinen Platz im Dunklen unter der Korkrinde gefunden.

Nach fünf Wochen wurde die Temperatur langsam auf 20°C und die Beleuchtungsdauer auf 12h erhöht. Die Tiere verließen nun kurz ihre Verstecke. Daraufhin ging's zurück ins Aquarium, wo die Mädels sehnlichst erwartet wurden. Obwohl die Tiere die Nahrungsaufnahme bereits Mitte Dezember eingestellt hatten, haben sie nur 2 bzw. 3gr. abgenommen.

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