Verputzen der Rückwand


Hierbei liegt das Becken auf der Rückwand.
Zuerst kommt eine Haftschicht

Links wurde sie dünn mit der Kelle aufgebracht und rechts mit einem Stück Stoff. Mit Stoff ging es einfacher und schneller.

In die Decklage von Flexkleber wurden Strukturen mit einer Dicke von ca 2cm modelliert. Die Steine wurden ebenfalls mit dem Flexkleber an der Rückwand festgeklebt. Ein Stein musste mit Klebeband fixiert werden, da er sonst abgerutscht wäre. Die Unterseiten der Balkone bleiben frei von Kleber. Hier wird der Heizstab angebracht.
Flexkleber ist schlecht geeignet zum Modellieren. Er ist sehr klebrig und man bekommt keine schöne glatte Oberfläche. Eine halbe bis eine Stunde später kann mit leichten Schlägen mit dem Finger die Oberfläche egalisiert werden. Dann klebt der Kleber nicht mehr und man kann ihn noch leicht verformen.
Nach dem Abbinden des Flexklebers wurden die Scheiben mit einer Rasierklinge gereinigt. Das Kreppband wurde um ein paar Millimeter nach außen versetzt, damit der Flexkleber komplett von Dichtschlämme eingeschlossen werden kann.
Fast 10 Tage hat es gedauert bis der Flexkleber unter den Steinen getrocknet war. Dann erfolgte der erste Auftrag von Dichtschlämme. Sie wird mit dem Pinsel aufgetragen.
Das Becken steht jetzt wieder auf der Bodenscheibe.

Der dritte und letzte Auftrag von Dichtschlämme wurde mit Abtönkonzentrat eingefärbt. Die Farbe wurde passend zur Farbe der Schildkröten schwarzbraun. Schildkröten sind auch in Gefangenschaft immer Wildtiere, die eine gute Tarnung suchen, um ungesehen ihre Umgebung beobachten zu können.

Obwohl der Name Flexkleber Flexibilität suggeriert, ist diese nicht ausreichend, um die Bewegung des Beckens in den Silikonfugen aufzunehmen. Es muss damit gerechnet werden, dass an den Silikonfugen Risse entstehen.

Nach dem Fertigstellen wurde das Becken zum Wässern gefüllt. Dies war allerdings ein Fehler. Das Wasser wurde extrem basisch und alle Flächen wurden von einem weißen, mineralischen Belag überzogen.
Ein Anruf bei der Hotline des Herstellers brachte Aufklärung. Nach dessen Einschätzung sollte die Dichtschlämme zuerst 4 Wochen feucht gehalten werden. Dabei karbonisieren die alkalischen Bestandteile der Dichtschlämme mit dem CO2 der Luft. Deshalb darf das Becken in dieser Zeit auch nicht abgedeckt werden. Danach wurde das Becken nochmals zweimal für je zwei Tage gewässert. Der dann gemessene pH-Wert hatte sich seit dem Befüllen nicht mehr verändert. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Rückwand keine negativen Einflüsse mehr auf das Wasser haben wird. Allerdings hat selbst der Hersteller keine Erfahrungen mit dem Einsatz seiner Produkte im Aquarienbereich, so dass das Risiko allein auf der Seite des Aquarianers ist.

Startseite